Viele unserer Insekten sind auf heimische Pflanzen angewiesen, um zu überleben. Sie nutzen diese nicht nur als wichtige Futterquelle, sondern auch als Lebensraum und Kinderstube. Schmetterlingsraupen fressen oft ausschließlich die Blätter bestimmter heimischer Pflanzenarten. Viele Wildbienen sammeln Pollen und Nektar von Blüten, auf die sie spezialisiert sind. Auch viele Käfer und Heuschrecken legen ihre Eier gezielt an heimischen Pflanzen ab, weil nur dort ihre Larven die passenden Bedingungen und Nahrung finden. Fehlen diese Pflanzen im Garten, verschwinden nach und nach auch die Insekten – und mit ihnen viele weitere Tiere, die auf sie angewiesen sind. Das sind beispielsweise Igel, viele Vogelarten und Amphibien.



Wer Wildstauden und -sträucher pflanzt, leistet somit einen kleinen, aber wertvollen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Tierwelt.
Was du darüber hinaus noch tun kannst
Baue eine Wasserstelle in den Garten. Selbst eine kleine Schale mit Wasser macht einen Unterschied. Wir haben eine alte Zinkbadewanne in den Boden eingelassen und diese ist das ganze Jahr über die Trink- und Badestelle für viele Vögel. Aber auch das Eichhörchen und der Igel kommen zum Trinken. Ich habe am Teich eine Wildkamera aufgestellt, um zu dokumentieren, wer vorbeischaut und es ist eine Freude die Videos auszuwerten.



Gestalte deinen Garten möglichst abwechslungsreich. Zwischen bunten Blüten, wilden Ecken und dichten Hecken finden Bienen, Schmetterlinge und Vögel nicht nur Nahrung, sondern auch sichere Rückzugsorte. Jeder Lebensraum, ob ein Laubhaufen, eine Wildblumenwiese oder ein kleiner Teich, bietet neuen Bewohnern ein Zuhause.

Achte darauf, was du in deinen Garten einbringst. Viele handelsübliche Pflanzen aus dem Baumarkt sind mit Pestiziden oder Fungiziden behandelt, die Insekten und anderen Lebewesen schaden können. Auch torfhaltige Blumenerde belastet die Umwelt, da für ihre Gewinnung wertvolle Moore zerstört werden – wichtige Lebensräume für seltene Arten. Besser ist es, Pflanzenableger und Samen mit Freunden und Nachbarn zu tauschen oder auf Gärtnereien zu setzen, die auf Pestizide und torffreie Erden verzichten. So entsteht ein gesunder, nachhaltiger Garten, in dem sich nicht nur Pflanzen, sondern auch Tiere wohlfühlen – und zuletzt auch du selbst.
